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Hegen, pflegen und wachsen lassen
Drei Fragen an Dirk Bradschetl, Geschäftsführer Sportstättenförderverein Meiningen
Meiningen.  Dirk Bradschetl hatte sich in der Ausschreibung um den Posten eines Geschäftsführers beim Meininger
Bradschetl Bild vergrößern
Kommunikation ist alles. Dirk mit Sohn Jonas (li.) und Tochter Hannah sowie Wasserfreunde-Chef Michael Brenz (re.).
Bild: Rüdiger Paura
Sportstättenförderverein (SSFV) gegen zehn Mitbewerber durchgesetzt und wurde kürzlich vom SSFV-Vorsitzenden Thomas Wolf offiziell vorgestellt. Am 1. April wird der gebürtige und stets aufgeschlossene Meininger sein neues Aufgabenfeld übernehmen. Das Datum ist Zufall, obwohl der Neue nie etwas gegen einen guten Scherz einzuwenden hat. Rüdiger Paura klopfte den Nachfolger von Sven Bresemann im Vorfeld verbal etwas ab.


Welche Beweggründe hatten Sie für die Bewerbung?

Mein größter Beweggrund war, etwas in Meiningen zu bewegen. Schön doppelsinnig, oder? Ich habe in Meiningen sehr viele engagierte Menschen kennen und schätzen gelernt. Menschen, die neben ihrem Beruf viel Zeit und Nerven opfern, um Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern, Talente zu finden und diese zu fördern. Mit sehr viel Herz arbeite auch ich seit Jahren ehrenamtlich für die gleichen Ziele. Die Stelle als Geschäftsführer des Sportstättenfördervereins bietet mir die Chance, mich komplett dem Meininger Sport und dessen Förderung zu widmen.

Welche Beziehungen bestehen Ihrerseits zum Sportgeschehen? Aktiv oder passiv?

Der Sport begleitet und begeistert mich seit meiner Kindheit. Als Schulanfänger war ich Judoka, dann wechselte ich zum Geräteturnen und anschließend zum Sportschießen, welches ich als Leistungssport betrieb. Der Höhepunkt war damals die Teilnahme an der DDR-Meisterschaft. In der Lehre spielte ich mit Spaß und Erfolg Volleyball. Von 1995 bis 2001 durfte ich beruflich das Sportmarketing von Oberhofer Großveranstaltungen, wie den Weltcups im Biathlon, Skispringen und Bobsport, mitgestalten und viele Erfahrungen sammeln.

Durch meine Kinder habe ich als Erwachsener zum Meininger Sport zurückgefunden. Der Große schwimmt, die Mittlere turnt und die Kleinste ist mit einem Jahr noch auf der Suche. Ich finde, dass man gerade am Nachwuchs sieht, wie wichtig der Sport für die Kinder und die gesamte Gesellschaft ist. Persönlich jogge ich gerne – wenn es die Zeit zulässt – und bin 2010 zum zehnten Mal beim Rennsteiglauf dabei.
Bradschetl Bild vergrößern
Sein Laptop - ein unverzichtbares Arbeitsgerät für Dirk Bradschetl. Hier beim 24-Stunden-Schwimmen 2007 im Einsatz.
Bild: Rüdiger Paura


Welche Ziele wollen Sie in dieser Funktion erreichen und wo setzen Sie persönliche Schwerpunkte?

Der Sportstättenförderverein beschreibt in seiner Satzung zwei Hauptziele: Die Bewirtschaftung und Wartung der Sportstätten der Stadt Meiningen sowie die Förderung des Sports. Das sind auch meine Ziele. Um die wichtigen Dinge in der richtigen Reihenfolge zu tun, muss ich zuerst die Erwartungen und Bedürfnisse aller Beteiligten, also die der Stadt, die der Vereine, die des Vorstandes und die der Angestellten im Detail kennen. Erst wird gefragt, dann analysiert und agiert.
Meiningen ist eine Stadt mit einem großen Sportpotenzial und großartigen Aktiven. So soll unsere Stadt lokal und überregional auch wahrgenommen werden.
Wir haben hier sehr gute bis optimale Trainingsbedingungen sowie ein großes Spektrum an Breitensportangeboten. Wir haben Landesleistungszentren in verschiedenen Sportarten und talentierte Kinder. Wir haben engagierte Übungsleiter, Trainer, Eltern und Förderer des Sports. Wir haben Sportveranstaltungen mit überregionaler Bedeutung ...

Dies alles zu hegen, zu pflegen und wachsen zu lassen, darin sehe ich meine Hauptaufgabe.

Natürlich haben wir auch so manche Probleme und Konflikte, die es zu lösen gilt. Für manchen klingt das sicher sehr oberflächlich, aber gebt mir bitte noch etwas Zeit, um eine gründliche Bestandsaufnahme zu machen und dann die entsprechenden Hebel zu bewegen. Schonen werde ich mich im Interesse der Sache sicher nicht. Hängematten sind nur etwas für den Urlaub und sonnige Wochenenden.
 
 

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Leserreisen 7/2010
 
 
 
 
 
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