Erfurt - Für den jahrelangen Missbrauch eines Mädchens droht einem 37-jährigen Erfurter jetzt Sicherungsverwahrung. Das Landgericht Erfurt erklärte am Donnerstag zum Prozessauftakt, dass ein Psychiater mit einem Gutachten dazu beauftragt worden sei.
Der Mann soll sich bereits an dem Mädchen vergriffen haben, als es zwei Jahre alt war. Angeklagt sind 34 Fälle über sieben Jahre hinweg, darunter 13 schwere. Die Mutter des Mädchens hatte ihren Bekannten mit der Aufsicht betraut, der bereits wegen Kindesmissbrauchs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Der Fall flog auf, weil er Bilder des Missbrauchs auf seinem Rechner gespeichert hatte.
Entdeckt wurden sie im September vergangenen Jahres von Kriminalbeamten, die zu einem Kinderpornoring ermittelten. Unter den 5000 Kinderporno-Dateien aus verschiedenen Quellen führt die Anklage 18 Fälle auf, in denen er den Missbrauch zuhause festgehalten hatte. Als die Mutter des Kindes Anfang 2009 vom Missbrauch erfuhr, habe sie den Mann zwar nicht mehr in die Wohnung gelassen, aber auch nicht angezeigt. Bei den Ermittlungen habe der 37-Jährige die Taten komplett gestanden. (dpa)

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