Erfurt - Erfurt leistet sich im Vergleich der fünf Ost-Landeshauptstädte die üppigste Stadtverwaltung. Hier kommen 15,6 Mitarbeiter auf 1000 Einwohner, wie aus einem in Potsdam veröffentlichten Vergleich hervorgeht. Er beruht auf Daten von 2008.
In den anderen vier Landeshauptstädten lag die Quote zwischen 10,8 in Schwerin und 13,8 in Dresden. In den Hauptstädten der alten Bundesländer war sie aber teils deutlich höher. Eigenbetriebe der Kommunen sind in den Zahlen nicht berücksichtigt. Im Ost-Vergleich hat Erfurt zudem die zweithöchste Schuldenrate. Die Kommune stand 2008 mit 921 Euro je Einwohner in der Kreide, höher verschuldet war nur Schwerin mit 1256 Euro pro Kopf.
Erfurt ist im Bundesvergleich der Landeshauptstädte nach Schwerin am geringsten besiedelt. Die größte Stadt Thüringens bringt es auf 741 Einwohner pro Quadratkilometer; Spitzenreiter ist München mit 4405. Zugleich hat Erfurt bundesweit den niedrigsten Ausländeranteil mit nur 3,0 Prozent.
Besonders hoch ist dagegen der Anteil nichtehelich geborener Kinder. Fast zwei von drei Neugeborenen wurden von einer unverheirateten Mutter zur Welt gebracht. In den westdeutschen Städten liegt dieser Anteil nur zwischen 23,1 und 35,2 Prozent. (dpa)

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