Themar/Wachenbrunn - Wie durch ein Wunder überlebte ein 60-Jähriger Rollstuhlfahrer eine kalte Nacht im Freien. Der Mann war am Freitagabend auf dem Verbindungsweg zwischen Henfstädt und Wachenbrunn im Schnee stecken geblieben und konnte erst am späteren Samstagvormittag aus seiner misslichen Lage befreit werden, wie die Polizeiinspektion Hildburghausen am Sonntag mitteilte.
Die Polizei war am Samstag kurz vor zehn Uhr informiert worden, dass der Rollstuhlfahrer in Themar vermisst werde. Letztmalig sei er am Vortag in den späten Nachmittagstunden gesehen worden, jetzt stünde sein Zimmer im Betreuten Wohnen leer. Sein Rollstuhl sei ebenfalls weg.
Nachfragen in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen erbrachten keine Hinweise zum Aufenthalt des behinderten Mannes. Um 10.35 Uhr wurde die Polizei schließlich verständigt, dass eine Frau auf dem Verbindungsweg zwischen Wachenbrunn und Henfstädt den Rollstuhlfahrer, welcher um Hilfe rief, entdeckt habe. Da sie alleine nicht in der Lage war, den im hohen Schnee festgefahrenen Rollstuhl zu bergen, rief sie Wachenbrunner Bürger um Hilfe. Diese bargen dann den Mann und leisteten Erste Hilfe, gaben ihm heißen Tee zu trinken, bis schließlich ein Notarzt den Mann versorgen und ins Hildburghäuser Krankenhaus bringen konnte.
Auch Polizei brauchte Hilfe
Der Rollstuhlfahrer war insgesamt von Freitag gegen 17 Uhr bis Samstag gegen 10.45 Uhr im Schnee gefangen. Glücklicherweise hat er sich dabei keine Erfrierungen zugezogen.
Bei der Suche nach dem vermissten Mann blieb die Polizei mit ihrem Einsatzwagen auf dem Verbindungsweg Henfstädt in Richtung Wachenbrunn übrigens selbst stecken. Zwei Männern aus Wachenbrunn eilten mit einem Traktor den Beamten zur Hilfe, und befreiten das Einsatzfahrzeug wieder. Die Polizei bedankt sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich für die rasche Hilfe. red/zim

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