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Unscheinbarer, aber nicht unbedeutender
Wie die große Volkshausbrücke nimmt auch die kleinere Flutmuldenbrücke in der Landsberger Straße allmählich Gestalt an
Meiningen. Ein wenig steht sie im Schatten ihrer großen Schwester, dabei ist ihre funktionelle Bedeutung im Grunde nicht geringer:
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An der Flutmuldenbrücke in der Landsberger Straße werden Fahrbahnbelag und Abdichtung erneuert.
Bild: Antje Schreyl
Während die alte Volkshausbrücke über die Werra bei vollgesperrter Landsberger Straße und unter großer öffentlicher Anteilnahme abgebrochen wurde und ersetzt wird, bekommt die Flutmuldenbrücke, einige Meter weiter, zumindest eine gründliche Kur. Auch wenn dieses Bauwerk, dass die Flutmulde überspannt, kleiner ist, trägt es doch ebenfalls die Last der Landsberger Straße auf seinen Pfeilern. Jetzt war es an der Zeit, die wohl aus den 60er Jahren stammende Brücke mal gründlich instandzusetzen.

Bei turnusmäßigen Bauwerksprüfungen bekommen die Brücken Zustandsnoten erteilt. Für die Flutmuldenbrücke ergab diese Bewertung Handlungsbedarf in absehbarer Zeit, wenngleich die Situation noch nicht dramatisch war. Deshalb entschied man sich für eine kleine Variante – eine reine Instandsetzung mit Erhalt der tragenden Teile. Die Abdichtung, Zwischenschicht zwischen Fahrbahndecke und Brückenplatte und zum Schutz der Platte vor Feuchtigkeit gedacht, war schadhaft geworden, was sich an herausbröselndem Beton an den sogenannten Tropftüllen, die der Entwässerung dienen, bemerkbar machte. Zudem gaben Unebenheiten in den Gehwegbereichen den Anlass dazu, die Brückenkappen zu erneuern.

Gleiche Zeitschiene

Wegen der Vollsperrung der Landsberger Straße und dem aktuell minimalen Verkehr auf dem Abschnitt zwischen Volkshausplatz und Am Bielstein, drängte es sich förmlich auf, die fällige Generalüberholung der Flutmuldenbrücke zur selben Zeit über die Bühne zu bringen wie den großen Volkshausbrückenbau. Also gab das Straßenbauamt als Straßenbaulastträger auch diese Baumaßnahme in Auftrag, die gemeinsam vom Meininger Ingenieurbüro Probst und von der Saalfelder Herms Schmidt Ingenieurbau GmbH umgesetzt wird. Während die Volkshausbrücke keinerlei Verkehr passieren kann, regelt auf der Flutmuldenbrücke eine Ampel den Verkehrsfluss auf dem jeweils halbseitig gesperrten Bauwerk.

In zwei Teilabschnitten räumen die Brückenbaufachleute den Fahrbahnbelag und die Abdichtung ab, brechen die Kappen und Teile der Brückenkragen ab und betonieren sie neu auf. Die eigentliche Brückenplatte bleibt unangetastet, weil die Tragfähigkeit nach wie vor ausreicht. Auf die erneuerte Abdichtung kommt neuer Fahrbahnbelag und schließlich werden neue Geländer installiert.

Die erste Brückenhälfte, nämlich auf der Unterstromseite, konnte schon bis Ende vorigen Jahres fertiggestellt werden, jetzt ist die Oberstromseite an der Reihe. Momentan laufen die Vorbereitungen für den Aufbau des Traggerüsts. Im April, wenn voraussichtlich die neue Volkshausbrücke für den Verkehr freigegeben wird, soll die 31 Meter lange Vierfeldbrücke über die Flutmulde ebenfalls komplett fertig sein.  (any)
 
 

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