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Erschienen am 07.02.2010 16:24
Amateurtheater
Vom Märchenwald in die Pension Schöller
51. Saison des Bauerbacher Naturtheaters mit zwei Premieren
Bauerbach. Etwas leichtere  Kost als im Schillerjahr 2009 erwartet die Zuschauer im Bauerbacher Naturtheater in dieser Spielsaison.
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Die Aufführung von ,,Wilhelm Tell" in der Regie von Dietrich Ansorg, der zugleich auch die Rolle des Bösewichts Gessler (Foto) übernommen hatte, war im vergangenen Jahr ein großer Erfolg. Zunächst gab es Überlegungen, das Stück in die neue Spielzeit zu übernehmen. Doch das ließ sich nicht realisieren. Ein Großteil der jungen Akteure hat inzwischen mit dem Studium oder einer Ausbildung begonnen, sodass sie als Mitwirkende nicht mehr zur Verfügung stehen können.
Bild: Karla Banz
Mit der Komödie „Pension Schöller“ und dem Märchen „Die goldene Gans“ stehen heuer zwei Premieren auf dem Programm. 

Noch liegt das Areal des Bauerbacher Naturtheaters unter einer dicken Schneedecke. Dennoch, die Vorbereitungen für die neue Spielzeit haben längst begonnen. Nach dem Schillerjahr 2009, das zugleich verbunden war mit dem 50. Gründungsjubiläum des Naturtheaters Bauerbach und der Aufführung vom „Wilhelm Tell“, haben sich die Theaterleute dieses Jahr wieder einmal für eine Komödie entschieden.

„Pension Schöller“ ist ein Lustspiel von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs aus dem Jahre 1890. Die Uraufführung fand am 7. Oktober 1890 in Berlin statt.    Das Stück wurde unzählige Male aufgeführt und ist vor allem auch bei Amateurtheatern sehr beliebt.

„Wir haben uns dieses Jahr bewusst für eine etwas leichtere Kost entschieden, denn das Jubiläumsjahr 2009 hat allen Akteuren – ganz gleich ob auf der Bühne oder hinter den Kulissen – doch sehr viel Kraft gekostet“, weiß Theaterleiter Detlef Häußler. Was allerdings keineswegs bedeutet, dass sich die Bauerbacher auf ihren „Lorbeeren“, die ihnen die Tell-Aufführung letztes Jahr eingebracht hat, ausruhen wollen. „Wir haben ein sehr erfolgreiches Jahr hinter uns und das ist natürlich auch Verpflichtung“, versichert Detlef Häußler.

Geteilte Spielsaison

Die Theaterleitung hat sich in Absprache mit den Vereinsmitgliedern für eine geteilte Spielsaison entschieden. Diese beginnt am 30. Mai mit der Premiere des Kinderstücks „Die goldene Gans“ nach dem Märchen der Brüder Grimm. Weitere sieben Vorstellungen folgen bis zum 13. Juni.  Die Aufführungen am Dienstag, 1. Juni, und Mittwoch, 9. Juni, eignen sich insbesondere auch für Schulen und Kindergärten. An diesen beiden Tagen finden jeweils zwei Vorstellungen am Vormittag statt und zwar um 9 und um 11 Uhr.

Dann ist erst einmal zwei Monate lang Pause, bevor die „Pension Schöller“ am 14. August ihre Türen öffnet. Auch hier sind acht Vorstellungen geplant und zwar bis zum 4. September. Für beide Stücke beginnen in Kürze die Proben. Die Bauerbacher Theaterleute werden in diesem Jahr mit einer Regisseurin zusammenarbeiten. Dorothee Hollender ist Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin. „Sie bringt also die besten Voraussetzungen mit –  insbesondere auch für die Arbeit mit den Kindern, die bei uns ja einen hohen Stellenwert hat. In dem Kinderstück ,Die goldene Gans’ wirken alleine zehn Kinder mit und da sind die Erfahrungen von Dorothee Hollender für uns natürlich von großem Vorteil“, ist sich Theaterleiter Detlef Häußler sicher. Karla Banz
 
 

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